Black Thorn

Kapitel 2 - Teil 3

Sytis - Die Felsenstadt

I. – Ein aufschlussreicher Abend und neue Fragen

Nach dem die Gruppe den Überfall der T’skrang abgewehrt (siehe letztes Log) und die Gefallenen dezent versteckt hatte, zog man weiter zum Hause des Waffenschmieds [Name], der angeblich zur Verschwörerbande gegen die Shivalahala Syrtis zählt.

Gemäß Plan bildeten Denie und Ardurial das leise Vorauskommando, während Argai und Jorian in Rufweite zurückblieben, um gegebenenfalls eingreifen zu können. Und obwohl sie praktisch jede gefundene und nicht gefundene Falle auslösten und sich ihnen ein garstiger Wachhund in den Weg stellte, kehrten die beiden Elfen mit reicher Beu te zurück. Gold und Silber in Form von Münzen und Barren, ein wertvoller Ring und zahlreiche Papiere füllten ihre Taschen. Gerade diese Papiere – insbesondere viele Briefe und weitere Namenslisten – verrieten viel über die Verschwörung gegen die Shivalahala Syrtis. Auch die vier Abenteurer und ihre Nachforschungen waren nicht unbemerkt geblieben wurden an prominenter Stelle als „Problem, dass zu viele Fragen stellt“ erwähnt. Gefälschte Bestelllisten, Elementarfeuer und zahlreiche seltene Rohmaterialien ließen zudem darauf schließen, dass hier mehr als nur ein gewöhnlicher Waffenschmied am Werke war.
Auf dem Rückweg stellte Denie zu ihrem Schrecken fest, dass sie das Haus aus eigenem Willen nicht verlassen konnte. Sie hatte sich beim Eindringen an einer Nadelfalle vergiftet, die offenbar nicht nur physischen Schaden, sondern auch Halluzinationen, Angst und Verwirrung auslöst. Was zunächst wie eine harmlose Blutvergiftung aussah, entwickelte sich zu einer tätowierungsähnlichen, schwarzen Flechte. Denie wurde immer schwächer und erst unter Einsatz eines Seiles und eines magischen Dolches aus dem Nachlass des verblichenen Magiers Ladrass (siehe erstes Log) konnte sie aus dem Haus befreit werden.

Danach kehrte die Gruppe zurück in die Taverne. Denie ruhte sich aus, während die anderen die erbeuteten Papiere untersuchten und beschlossen, diese sofort am nächsten Tag ihrer geheimnisvollen Auftraggeberin zu übergeben.

II. – Recherche, Recherche, Recherche, Re…
Der nächste Tag war von zahlreichen Erkundungsgängen bestimmt. Während Jorian sich pflichtbewusst auf seinem Schiff zurückmeldete, suchten die anderen Drei die vereinbarte Kontaktperson (ein Schneider auf der Ebene der Händler) auf und übergaben die Papiere als Beweise für die Verschwörung. Zudem überreichten sie eine Probe des seltsamen Giftes zur Untersuchung und wurden für den nächsten Tag vertröstet.

Ein weiterer Streifzug zu den Stellen, wo die Personen spurlos in der Wand verschwanden und die Jorian als magische Zugänge zu den Geheimtunneln beschrieben hatte (siehe letztes Log) brachte keine neuen Erkenntnisse. Am Abend genossen Argai und Jorian eine fantastische Mahlzeit im „Silbernen Drachen“, während Denie schon wieder so weit fit war, sich ein paar Hehlerkontakte anzulachen.

Auch der folgende Tag war von administrativen Dingen bestimmt. Der Schneider hatte die Beweise prüfen lassen und für gut befunden. Er zahlte pflichtbewusst 80 Silbermünzen für gute Dienste aus und bat für weitere zwei Tage zur Verfügung zu stehen. Auch hatte er einen Magier namens Tadorius Telemanus Atrivis aufgetrieben, der bereit und überaus interessiert ist, das besondere Gift zu untersuchen. Argai und Denie suchten derweil die Hehler auf, verkauften die Kurzschwerter der T’skrang und tauschten die erbeuteten Barren des Waffenschmieds in unauffälligere Münze.
Am Abend setzten sich die Abenteurer zum Kriegsrat zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Man beschloss weiter nach den Sklavenjägern zu suchen, aber zunächst keine weiteren Aufträge anzunehmen. Argai erzählte dazu „Die Geschichte vom einfachen Troll“. Nachdem die Entscheidungen gefallen waren, kehrte Jorian noch einmal auf sein Schiff zurück, um sich von seinen Kameraden zu verabschieden.

Der dritte Recherchetag begann mit einem Besuch bei dem Magier Tadorius. Er stellte etwas „Ungewöhnliches“ in Denie fest und bot weitere Untersuchungen an. Während sie zurückblieb, stiegen Argai, Ardurial und Jorian zum Palast hinauf, um Weisheit von der Shivalahala Syrtis zu empfangen. Nach den individuellen Weissagungen entließ die Prophetin sie mit den schicksalsschwangeren Worten „Ihr seid von der Dunkelheit berührt. Nur wenn Ihr zusammenarbeitet, werdet Ihr es überwinden können.“.

Dies bestätigte schlussendlich auch der Magier Tadorius. Seine Untersuchungen von Denie und eine kurze Prüfung der anderen drei Abenteurer ergaben etwas „Ungewöhnliches“. Es sei kein Horror, sondern etwas, was zum einen dafür sorgt, dass alle die magischen Dolche nutzen können, ohne einen entsprechenden magischen Faden gewebt zu haben und zum anderen die Vergiftung von Denie, die alle Zeichen einer Horrormarkierung trug, komplett vernichtet hat. Tadorius verwies zudem auf die vier Dolche von Ladrass und verriet, dass diese die Hälfte eines Kreises bilden. Kombiniert mit der anderen Kreishälfte bzw. den fehlenden vier Dolchen würde die ihnen innewohnende Magie potenziert.

Im Anschluss bittet er, eine dringende Nachricht an Alvari Nadajarvis im Palast zu überbringen und verspricht als Gegenleistung die Unterstützung seiner Gehilfin, der Windling-Zauberin Nialia, bei der Öffnung der geheimen magischen Felstore.

Dieses Angebot nahmen die Abenteurer gerne an, auch wenn es für die meisten bedeutete, den beschwerlichen Weg aufwärts in den Palast an diesem Tag ein zweites Mal zu absolvieren. Unter der Führung von Nialia ging vieles einfacher und öffneten sich alle Tore, so dass man schnell zu Alvari vordringen konnte. Zu Denies Überraschung handelte es sich dabei um dieselbe Person, die ihr zuvor (siehe letztes Log) den Auftrag für die Gruppe zur Aufklärung der Verschwörung übergeben hatte. Alvari bedankte sich für die Informationen und versprach am nächsten Tag eine Karte der unterirdischen Gänge von Syrtis liefern zu lassen.

III. – In die geheimen Gänge der Sklavenhändler
Direkt im Anschluss machten sich die Abenteurer unter Führung Nialias sofort eifrig auf, um die Gänge der Sklavenhändler zu erkunden. Zwar konnte Nialia ein Tor öffnen und für ausreichend Licht sorgen, aber nur ein paar Schritte reichten, um festzustellen, dass man sich nur anhand der Fußspuren im Staub ohne eine vernünftige Karte nicht orientieren konnte.

Also kehrte man in die Taverne zurück und erwartete am nächsten Tag ungeduldig bis die versprochene Karte Alvaris eintraf. Nach einer eingehenden Analyse konnte man schließlich die bekannten Tore, mehrere mögliche Sammelstellen und einen Ausgang zu einem Flussanleger außerhalb der Stadt identifizieren.

Bevor man jedoch aufbrechen konnte, gesellten sich zwei zwielichtige Gesellen an den Tisch und stellten sich als Thoras und Yannick aus Bartertown vor. Sie seien Kopfgeldjäger auf der Jagd nach einem gefährlichen Illusionisten namens Ferad und würden sich für jeden guten Hinweis mit 20% der ausgesetzten 100 Silbermünzen bedanken.

Verwirrt holten die Abenteurer Nialia ab und machten sich an die Erkundung der Gänge. Getarnt mit Kohle und ausgerüstet mit einer nagelneuen Abblendlaterne begann die Suche. Schon beim ersten Sammelort gab es Anzeichen, dass hier vor rund anderthalb Wochen Personen festgehalten worden sind. Beim zweiten Ort konnten zwei Wachen überrascht und überwältigt werden, jedoch traf rasch Verstärkung ein, so dass man sich doch wieder unverrichteter Dinge zurückziehen musste. Mit Hilfe der Karte konnte man den Verfolgern entgehen und seilte sich zu einem kleinen Gewässer ab.

Dort war erst einmal Durchatmen angesagt.

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Arrcena

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