Black Thorn

Kapitel 8 - Teil 2

Edle Taten

Nachdem wir nun also beobachtet haben, wie das Gift an den Troll Taluk übergeben worden ist und dieser den Söldnerführer Delanis für den nächsten Tag zur Mittagsstunde zu einem Duell herausgefordert hat, beratschlagen wir unser nächstes Vorgehen.

Es erscheint uns sinnvoll das tödliche Gift durch ein harmloses Mittel auszutauschen. Dafür verschafft sich Ven’Dalian verkleidet als Söldner (mit ein paar Startschwierigkeiten) Zutritt zur Kaserne in der Taluk lebt und durchsucht seine Habseligkeiten nach dem Gift. Leider kann er es aber nicht finden. Wir vermuten, dass Taluk das Gift bei sich trägt und Ven’Dalian kann herausfinden wo er sich aufhält. Gemeinsam überlegen wir, wie wir den Tausch am besten vollziehen können, als uns der Haken an unserem Plan bewusst wird: Sollten wir das Gift erfolgreich austauschen können, wird es so aussehen als hätte die Kräuterfrau Duchalia gar nicht erst das richtige Gift hergestellt. Also verwerfen wir den Plan. Wir überlegen stattdessen zu Delanis zu gehen und ihn zu warnen, fürchten aber die Konsequenzen für uns und Duchalia. Also entscheiden wir am nächsten Morgen erst nochmal Duchalia aufzusuchen.

Gesagt, getan. Nach einer für alle – bis auf Denie – ruhigen Nacht, erklärt uns Duchalia dann, dass sie nachdem die Übergabe des Giftes erfolgreich verlaufen ist, keine Konsequenzen mehr zu fürchten hat, da sich das womit sie erpresst wurde, nun wieder in ihrem Besitz befindet. Trotzdem wollen wir lieber vorsichtig sein und vermeiden es lieber Delanis persönlich zu sprechen. Stattdessen packen wir ein Päckchen mit dem Gegengift und einem Brief und unterrichten ihn von dem geplanten Anschlag auf sein Leben. Ven’Dalian übergibt das Päckchen in einer Verkleidung einem Straßenjungen, den wir als Boten benutzen. Ein perfekter Plan, dachten wir jedenfalls. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass der Junge nach der Abgabe des Briefes verfolgt wurde und Ven’Dalian die Söldner (erfolgreich verkleidet) zu uns führt.

Gegen Mittag wollen wir uns dann den Kampf ansehen. Denie zeigt ein auffälliges Interesse die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen und wir beschließen vorsichtshalber schon mal all unser Gepäck zu packen, damit wir schnell verschwinden können, falls nötig. Noch immer scheint uns der Plan Delanis mit dem seltsamen Duell zu töten unangemessen aufwändig zu sein. Ven’Dalian erklärt er müsste noch „ein paar Dinge besorgen“ und würde dann später zum Duell nachkommen. Der Kampf den wir beobachten können, stellt sich als Zuschaustellung meisterlicher Kampfeskünste beider Kontrahenten heraus, aber letztlich zeichnet sich doch ab, dass der Troll unterliegen wird. Es gelingt ihm allerdings den Elfen zu verletzten, was ihn zu einem lauten Triumpfgebrüll verleitet. Dann wendet er sich von seinem Gegner ab und sein Blick wandert suchend über die Menge und er ruft: „Und nun lasst meine Tochter frei!“ Als er sich Delanis wieder zuwendet, ersticht ihn dieser.

Etwa zu diesem Zeitpunkt stößt Ven’Dalian wieder zur Gruppe und Denie drängt den Ort zu verlassen, sichtlich nervös. Da wir aber noch unser Geld von Duchalia abholen wollen, beschließen wir noch schnell bei ihr vorbei zu schauen, bevor wir Kratas hinter uns lassen. Auch Ven’Dalian scheint sich unbehaglicher zu fühlen, als normalerweise in der Stadt der Diebe. Bei der Kräuterfrau angekommen zahlt uns diese 250 Silbermünzen (und wir könnten noch 100 für die Heilung Delanis‘ und 150 für die Identität des Erpressers bekommen).

Kaum haben wir Duchalias Heim hinter uns gelassen, bemerken wir, dass wir verfolgt werden, und sich vor uns Söldner zeigen und auf den Häusern neben uns. Es erscheint angesichts dieser Überzahl sinnlos zu kämpfen und wir lassen uns von Delanis Schwertern zu ihrem Anführer eskortieren. Der möchte gern mehr über die ganze Geschichte erfahren und bietet uns einen Deal an. Wir sollen herausfinden wer hinter all dem steckt und dafür würde er anschließend dafür Sorge tragen, dass dieser jemand kein Problem mehr für uns darstellt. (Dass wir überhaupt ein Problem mit diesem ominösen Auftraggeber haben und dieser Ressourcen investieren würde, um uns zu verfolgen, wenn wir Kratas verlassen, war uns zwar bisher nicht wirklich klar und wir halten es auch eigentlich für unglaubwürdig, aber Denie erklärt später, dass auch sie schon aus anderer Quelle ähnliches hat läuten hören.) Darüber hinaus bietet er uns weiterhin gute Beziehungen an und stellt Lehrmeister und weitere Aufträge in Aussicht. Wir beschließen es zumindest mal zu versuchen und sollte die Spur kalt werden abzureisen.

Denie erfährt von ihrem Kontakt, dass die Tochter Taluks in der Nähe seiner Kaserne zur Schule gegangen ist und man dort mit den Nachforschungen beginnen sollte. Außerdem wird ihr noch einmal deutlich gemacht, wie gefährlich die Sache ist, und dass die Gruppe subtil vorgehen sollte. Nach einem kurzen Abstecher zu Delanis (der deutlich mach was er von Ven’Dalian hält), geht es dann auf zur Schule, in der Ven’Dalian ganz „subtil“ Nachforschungen anstellt.

Er erfährt dort, dass eine menschliche, braunhaarige, attraktive Frau das Trollmädchen Tulisia abgeholt hat. Sie war in dunkles Leder gekleidet und trug Messer bei sich. Das Kind ist freiwillig mit ihr mitgegangen, so dass es in der Schule keine weitere Aufmerksamkeit erregt hat. Besonders in Erinnerung sind die außergewöhnlich strahlend grünen Augen der Frau geblieben.

Kaum haben wir die Schule wieder verlassen, werden wir von drei Kerlen verfolgt. Wir laufen weg und versuchen sie mit einem Unsichtbarkeitszauber abzuhängen. Leider klappt das nicht so ganz und es kommt zum Kampf, bei dem wir überraschende Unterstützung von einem kleinen Windling bekommen, der einen der Angreifer mit einem Schlafgiftpfeil außer Gefecht setzt. Einen weiteren Angreifer können wir besiegen und der Dritte lässt sich erst gar nicht blicken. Von dem Windling bekommen wir noch so eine Art Wahrheitsserum, bevor er wieder verschwindet.

Die Befragung des Killers ergibt, dass es sich bei den dreien um angeheuerte Mörder handelt. Die bekamen den Auftrag von eben jeder Dame, die schon das Mädchen mitgenommen hat. Nur 50 Silber sind unsere Köpfe wert, wirklich empörend. Er kann uns jedenfalls sagen wo sich die Frau aufhält und uns das Haus beschreiben. Nach einigem hin und her entscheiden wir den Söldner anzuheuern uns zu helfen, Ven’Dalian gibt sich als toter Söldner aus und Georg und Denie werden als Gefangene mitgenommen. Der Plan ist die Frau und ihre Leibwächter mit dem Schlafpulver der Quästorin auszuschalten.

Wie das mit Plänen so ist, am Ende geht immer alles schief. Statt zwei erwarteten Leibwächtern sind da leider auf einmal 4 und die Dame widersteht auch noch dem Schlafpulver und macht sich aus dem Staub. Denie entscheidet die Verfolgung aufzunehmen und hofft darauf, dass die anderen mit den Leibwächtern klar kommen. Das gelingt ihnen, wenn auch mehr schlecht als recht, denn Georg geht zu Boden.

Denie schafft es nur mit Unterstützung des Dolches die Illusionen der Frau zu durchschauen und ihr zu folgen. Leider hat diese inzwischen das Trollmädchen erreicht und es als Geisel genommen. Sie bedroht es und bekundet ihr Interesse an der Gruppe und der Verbindung zu den Dolchen. Sie schlägt vor das Mädchen frei zu lassen, wenn sich Denie ihr ausliefert. Nach einigem Zögern und Hin und Her stimmt Denie zu.

Als die anderen nach dem Kampf nach ihr suchen fehlt jede Spur, aber sie können zumindest Tulisia befreien.

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Arrcena

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