Black Thorn

Kapitel 7

Verrat in Kratas

[Auszug aus dem Tagebuch Ven’Dahlian’s ]

Siebte Woche:

Unsere weitere Reise soll uns weiter nach Süden und damit in noch wärmere Gefilde führen. Ich sehe keine Möglichkeit dieses Klima in meinem wattierten Gewand zu überstehen. Etwas Neues muss her. Die Stadt bietet exotische Waren zu überteuerten Preisen. Ich bin gezwungen mein Erspartes zu opfern. Wie erwartet interessiert sich auch Denie für Mode. Sie genießt das Vertrauen der anderen und ist der Schlüssel zu meinem Erfolg. Generell habe ich Glück mit meinen Gefährten. Hinter jedem scheint mehr zu stecken, als das bloße Auge zu erfassen vermag. Ich bin mir sicher, sie vermuten auch bei mir ein Geheimnis, scheinen es jedoch zu respektieren.

Der Urlaub ist vorüber. Wir beschließen noch einem Auftrag nach zu gehen, ehe wir uns wieder auf die Reise begeben. Ich bin blank und stimme zu.

Eine ansässige Kräuterkundige wird erpresst und bezahlt für Hilfe. Ihr Name ist Duchalia. Ich notiere Hinweise:
– Erpresser verlangt Gift “Elvenbane”, droht mit Preisgabe von Geheimnissen
– Brief geschrieben in elfisch, eloquent, mit links, vermutlich männlich
– Gift ist kompliziert in Herstellung, bitter, oral/Penetration, nur Elfen, geringe Menge tödlich, Pflanzenextrakt, eventuell gefährlich bei Kontakt
– Übergabe in 4 Wochen, sollen Gift- und Gegengift-Pflanze besorgen und Übergabe machen
– Belohnung: 250 S/P basis, 150 S/P für Identität des Erpressers, 100 S/P für Entgiftung des Opfers, dazu Spesen
– beide Kräuter wachsen an Flussquelle, muss aufpassen beim Pflücken
– wir haben ein Luftschiff samt Kapitän “Kasterian” organisiert, fliegen durch Raidergebiet, 50 S/P (Spesen)

Eine Questorin von Lochos “Taliria” sucht nach Hilfe bei der Befreiung von Sklaven in der Unterstadt. Die Unterstadt ist sehr gefährlich und dass sie ihren Plan lauthals auf dem Markt verkündet, erweckt nicht gerade mein Vertrauen. Jedoch scheint keiner meiner Gefährten gut auf Teraner oder Sklavenhandel zu sprechen sein. Vermutlich hat jeder eine Vorgeschichte, was das angeht. Deswegen wollen wir uns doch wenigstens anhören, was diese Questorin anzubieten hat.

Wie sich herausstellte, hatte sie gar nichts anzubieten, ausser noch mehr Argwohn, was Denie jedoch nicht davon abhielt ihr trotzdem unsere Hilfe anzubieten. Sie scheint eine besonders große Abneigung zu haben, die ihr alle Vernunft austilgt. Ich sollte das im Kopf behalten. Ich lernte auch, dass Hanna zuweilen recht naiv und stur sein kann. Sie scheint eher der direkte Typ zu sein. Zumindest nahm sie es der Questorin sehr übel, als sie unseren Georg mit einer Art Schlafpulver ausschaltete. Es sollte eine harmlose Demonstration sein, wurde jedoch schlecht kommuniziert.

Wir kamen überein der Questorin zu helfen, sofern sie ihre Legitimität beweisen könne. Eine Überprüfung zeigte mir, dass ihr keine Illusion anhaftet und auch ihr Verhalten erweckte keinen Zweifel. Ihr Plan uns in Ketten zu legen und als Sklaven zu tarnen war töricht und die Situation im Ganzen lies mir einfach keine Ruhe. Dennoch vermochte ich die Wahrheit nicht zu erkennen. Faszinierend. Ich bot mich sogar an ihre Passion an mir unter Beweis zu stellen, worauf hin ich mein romantisches Interesse an Denie offen zur Schau stellte, was peinlich aber auch befreiend war. Da nun kein Zweifel mehr daran bestand, dass Taliria tatsächlich Questorin von Lochos zu sein schien, willigten wir ein.

Und wurden verraten…

Das Treffen mit den Sklavenhändlern verlief nach Plan, bis zu dem Punkt an dem Taliria ihren Lohn bekam. Die präparierten Schellen ließen sich dank des “Unmöglichen Schlosses” nicht öffnen. Sie muss eine starke Illusionistin sein. Der Kampf verlief entsprechend problematisch. Nie zuvor erlitt ich solche Schmerzen. Nie wieder, so schwöre ich mir, werde ich mich derart täuschen lassen. Ihre Fähigkeiten verlangen mir einen gewissen Respekt ab, der Wunsch nach Rache ist jedoch ebenfalls stark.

Wir befreiten die Sklaven. Darunter auch “Nadrian Helix” aus Trava. Er scheint wohlhabend, einflussreich und steht in unserer Schuld. Wir nahmen 3 Sklavenhändler gefangen und verhörten den Anführer. Taliria stellte sich ihm als “Habrian der Händler” vor. Sie trafen sich im “Zum Glücksritter”. Ein Bekannter “Sarian” bürgte für Sie. Sarian führt eine Karawane von Vivane nach Kratas und manchmal weiter nach Jaris.

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Arrcena

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