Black Thorn

Kapitel 6 - Teil 3

Ein guter Deal und erste Eindrücke des wahren Kratas

Wir erforschen weiterhin den Turm. Im letzten verbleibenden Raum auf dieser Etage hören wir Geräusche. Hinter der Tür verbirgt sich eine unheimliche Gestallt; ein verwesender Körper, der von schwarzem waberndem Rauch umgeben ist. Glücklicherweise ist dieser „Semi-Geist“ nicht sehr clever und dank Ven’Dalians klugem Einfall können wir ihn in einen anderen Raum locken, so dass wir nicht gegen ihn kämpfen müssen. Nicht, dass wir uns das nicht zugetraut hätten…

Eine Etage tiefer finden wir eine riesige Bibliothek in der jeder von uns ein paar kleine Schätze findet. Allerdings können wir keine Geheimtür finden, obwohl doch jeder weiß, dass diese in Bibliotheken immer vorkommen.

Hinter einer anderen Geheimtür in einem weiteren Raum entdecken wir ein paar schöne Lederstiefel auf denen ganz eindeutig mein Name steht. So ist es dann nur Recht, dass Nialia vorschlägt ich sollte sie doch an mich nehmen. Der kleine Windling hat eben Geschmack.

Schließlich erreichen wir das Ziel unserer Suche. Im letzten Raum finden wir ein Wasserbecken. Aber eines, wie wir es noch nie gesehen haben. Über dem Becken schwebt eine Kugel aus Wasser und selbiges fließt in einem scheinbar ewigen Kreislauf von der Kugel ins Becken und unglaublicher Weise sogar vom Becken wieder in die Kugel, so dass diese immer wieder schrumpft und wächst (fast wie ein Herzschlag…). Als wir eintreten formt sich die Wasserkugel zu einem Gesicht und teilt uns folgendes mit: „Ihr seid nicht willkommen hier. Geht jetzt.“ Leider ist der Wassergeist nicht sehr kommunikativ und auf unsere Versuche mit ihm zu reden, reagiert er immer nur mit denselben Worten.

Nach reichlichem Überlegen und Beobachten und unter der Zuhilfenahme magischer Observation, beschließt Ven’Dalian irgendwann den Raum zu betreten, um durch eine Geheimtür zu gehen, die er entdeckt hat. Allerdings kommt er gar nicht so weit, da wird er schon von dem Wasserwesen angegriffen und vollkommen in Wasser eingehüllt. Mit Schrecken müssen wir feststellen, dass das Wesen versucht ihn zu ertränken. Mutig eilen wir unserem neuen Freund zu Hilfe und beginnen das Wasserwesen zu bekämpfen. Am Ende gewinnen wir, wenn auch einige von uns nur knapp mit dem Leben davon kommen. Leider sind wir zu angeschlagen, um gleich dem Geheimnis hinter der Tür auf den Grund zu gehen und ziehen uns zunächst in die Bibliothek zurück, um uns zu erholen. Schließlich können Georg und ich die Tür aber doch öffnen (magisch versiegelte Türen sind unfair…) und finden dahinter die magische Münze aus wahrem Wasser in der Luft schwebend. Glücklich kann Irele die Münze an sich nehmen und wir machen uns auf den Rückweg.
An dem gefluteten Durchgang machen wir uns darauf gefasst uns mit vielen Ghoulen herumschlagen zu müssen, haben am Ende aber Glück, weil die Kreaturen nicht auf uns gewartet haben. Ven’Dalian macht seltsame Dinge mit mir. Normalerweise hätte ich dagegen nichts einzuwenden, in diesem Fall ist es aber schon ein wenig unheimlich. Ich glaube aber, dass er nur helfen wollte. (Miau.)

Draußen warten die Höllenhunde auf uns, aber wir ziehen uns für die Nacht zurück und reisen dann tagsüber unbehelligt weiter. Die Biester bleiben uns aber auf den Fersen und wir werden sie auch in den nächsten Tagen nicht los. Glücklicherweise greifen sie uns aber nicht an. (Bisher…)
Wir treffen uns mit unserer Kontaktfrau Lyria. (420 SM für jeden.) Sie erklärt uns, dass ihre Feinde schon von unserer kleinen Expedition wissen und um die Münze sicher in die Hände des Hauses Tekambras zu übergeben lassen wir uns auf eine List ein. Wir sollen die Münze zu Kapitän Jidaidan Westral bringen, einer Skrang die dem Haus K’Tenshin feindlich gesonnen ist und das Haus Tekambras unterstützt. Wir sorgen dafür, dass auch wirklich jeder noch so schlechte Spion von unseren Absichten erfährt und uns auflauert. Tatsächlich haben wir nämlich eine andere Münze bei uns, die wir uns von K’Tenshin abnehmen lassen sollen. Ven’Dalian scheint eine solche Farce nicht zu gefallen, oder vielleicht hält er es auch einfach nur für gefährlich, er trennt sich jedenfalls von uns. Aber ich sorge dafür, dass wir uns bald wieder sehen werden (wenn er denn sein Wort hält), denn ich habe ein Interesse an ihm, von dem er nichts ahnt. (Naja, oder vielleicht 2 Interessen und nur eines kennt er nicht, wenn ihr versteht…?)

Jedenfalls verbringen wir einen sehr feucht-fröhlichen Abend in Deiche und wenige Tage später werden wir tatsächlich von einer Söldnertruppe umzingelt. Nach etwas stümperhaften Verhandlungen zahlen sie uns ca. 1300 SM in Edelsteinen und verschwinden dann mit der falschen Münze wieder. Für diesen Auftrag bekommen wir außerdem noch einmal 240 SM pro Person. Ich denke das hat sich gelohnt. Wir sollten wieder Geschäfte mit Haus T’kambras machen.

Zurück in Kratas nutzen wir die Zeit um uns zu erholen und zu trainieren und zu meditieren.
(4760 EP)

Da ich für Kasandra aber noch einen kleinen Botengang zu erledigen habe, stelle ich mich mutig der Gefahr das relativ sichere Händlerviertel zu verlassen und tauche ein in die lebensgefährlichen Straßen von Kratas.

… und verlaufe mich prompt. Glücklicherweise besitze ich genug Menschenkenntnis um die richtigen Leute nach dem Weg zu fragen und ein paar Münzen dabei zu tauschen, so dass ich am Ende tatsächlich unbeschadet dort ankommen, wohin ich auch will.
Kratas entspricht übrigens nicht meinem Geschmack. Hier ist alles so kaputt und bedrohlich. Bin ich verwöhnt? Aber Häuser mit intakten Wänden und Türen gefallen mir einfach besser, genauso wie Straßen auf denen man nicht jede Minute damit rechnen muss abgestochen zu werden und dafür lieber durch die Geschäfte bummeln kann. Ja ich bin wohl verwöhnt. Ich finde das ist nichts Schlimmes.

Entgegen meiner Erwartungen lebt meine elfische Kontaktfrau aber in einem sehr schönen Haus, irgendwie gemütlichen Haus (wenn man das so nennen kann). Gepflegt ist es nicht, würde wohl auch zu sehr auffallen. Ich übergebe Duchalia jedenfalls Kasandras Brief und komme noch ein wenig mit ihr ins Plaudern. Sie interessiert sich für Kräuter und Mittelchen jeder Art. An den Pilzsporen, die ich im Turm gesammelt habe ist sie sehr interessiert und schließlich hätte sie sogar eine Aufgabe für meine Freunde und mich. Mal sehen was die dazu sagen.

Auf dem Rückweg komme ich im Tempeldistrikt nicht an einer Questorin von Lochost vorbei, ohne mir ihre feurige Rede anzuhören. Sie spricht von theranischen Sklavenhändlern, diesem widerlichen Gewürm und davon in der Unterstadt eben jene festzunehmen und Sklaven zu befreien. Ihr Plan klingt für mich nicht ganz durchdacht, aber der Gedanke ist es schließlich der zählt. Vielleicht können meine Freunde und ich sie etwas unterstützen. Auch das werde ich mit ihnen besprechen….

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Arrcena

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