Black Thorn

Kapitel 5 - Teil 2

Schmachvolle Rückkehr

Die tapferen Abenteurer entschlossen sich die freundliche Einladung des Dorfältesten von Quelldorf, Rhamduc, anzunehmen und die Nacht bei ihnen zu verbringen, um bei dieser Gelegenheit auch gleich die Verletzten in dessen Obhut zu übergeben. Sie bekamen eine leer stehende Hütte zur Verfügung gestellt und Argwohn, aufgrund der ungewöhnlichen Gastfreundlichkeit, führte zu einer Einteilung von Nachtwachen.

Der ersehnte Schlaf endete schon bald abrupt, hervorgerufen von der verstörenden Disharmonie rhythmisch trommelnder Hufe und dem beruhigenden Knistern von Feuer. – Das Dach brennt.

Unzufrieden mit der Wohnsituation ward ein Umzug schnell beschlossen. Dem Inferno entronnen, hinein in den Krieg. Denn dieser tobte vor der Hütte. Das Dorf wurde angegriffen und so auch die Abenteurer. Heroisch erwehrten sie sich nun nicht nur ihrer eigenen Haut, sondern halfen tatkräftig bei der Verteidigung von Quelldorf. Die Opposition kam aus dem Nachbardorf Kirschblüte und nach nur wenigen Toten zog sie sich auch wieder dorthin zurück.

Dem Zerstückeln von Dörflern, folgte Konversation und so erfuhr man, dass der Angriff nicht der Erste war und vermutlich langwierige Unstimmigkeiten um fruchtbares Land betrifft. Das andauernde Leiden von Quelldorf ließe sich jedoch mit einem beherzten Gegenschlag beenden, schlug der Dorfälteste vor.

Zum Bedauern von Rhamduc stand den Abenteurern jedoch nicht der Sinn nach Gegenschlag, sondern vielmehr nach Gegenspähen, sodass sich nun die Kundschafterin Hanna auf den Weg nach Kirschblüte machte. Diese kehrte nicht nur zurück, sondern sogar klüger, nachdem sie von den Einwohnern von Kirschblüte zuerst ertappt und danach aufgeklärt wurde. Die Kirschblütler ihrerseits erzählten nämlich eine ganz ähnliche Geschichte wie zuvor die Quelldörfler, nur diesmal umgekehrt.

Mit dieser Geschichte im Sinn, ging man nun erneut zum Dorfältesten Rhamduc um ihn zu diplomatischen Verhandlungen mit Kirschblüte zu bewegen. Rhamduc war jedoch unbeweglich. Man entschied keine Entscheidung zu treffen und hielt es auch nicht für weise sich der grimmigen Grim-Legion zu nähern, womit nur die Heimreise nach Bartertown übrig blieb.

In Bartertown angekommen, teilte man nun das erworbene Unwissen mit dem unzufriedenen Arbeitgeber und wurde nicht mal bezahlt. Dessen zurecht empört, entdeckte der Magier vom unterm Berge seine Vorliebe für die von Deni empfohlenen Etablissements, während diese ihre freien Tagen mit einem erstaunlich nachsichtigen Geliebten und der Suche nach Hanna verbrachte.

Ausserdem erfuhr sie zwei Dinge. Zum einen, dass man von der bekannten Grim-Legion gesucht wurde, zum anderen, dass man von einer weniger bekannten Person gesucht wurde.

Arbeitslos, mittellos und rastlos wurde der Entschluss gefasst sich in Richtung der Delaris-Berge zu begeben um dort nach Ganagh, dem Querulanten Ausschau zu halten. Ganagh, so hieß es, sei der Einäugige unter den Blinden, wolle man einen Blick auf die Geheimnisse der Dolche werfen. Da die Abenteurer weder vereinsamen noch verhungern wollten, suchten sie sich für diese Reise eine Anstellung als Karawanenwachen. Man begab sich auf den Weg nach Kratas, der Stadt der Diebe.

Für drei Goldstücke und ausreichend Trockenfleisch pro Tag, machte man die Bekanntschaft eines eloquenten Elfen namens Ven’Dahlian und gerade als man dachte, es könne gar nicht mehr besser werden, wurde auch noch einer der Späher von marodierenden Orks vergiftet.

Ein Gegengift ließ sich nur im nahegelegenen Dschungel finden. Zusammen mit Ven’Dahlian erkannte man die Gelegenheit für einen Spaziergang durch die örtliche Flora und ergriff sie sogleich. Der Spaziergang entpuppte sich jedoch als Jagdausflug und so kehrten sie nicht nur mit dem nötigen Gegengift, sondern auch den wertvollen Flügeln einer Todesmotte zurück. Der Späher wurde entgiftet und die Reise ging weiter.

Comments

Arrcena

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.