Black Thorn

Kapitel 2 - Teil 4

Sytis - Die Felsenstadt

Nachdem die Sklavenhändler bzw. ihre Handlanger sich wieder hinter die Brücke verzogen hatten, konnten wir endlich wieder hochsteigen. Was mit Ach und Krach auch gelang.

Wir machten uns auf die anderen möglichen Sklavensammelstellen zu erkunden, wollten wir dann doch hinaus und den Anlandepunkt der Sklavenfänger finden. Doch schon in der ersten Kaverne stank es bestialisch. Und zu allem Unmut griff uns dann auch gleich ein Steinwurm an, der sich erstmal in Argais Rüstung verbiß. Wir hieben alle auf ihn ein, aber seine Haut war so stabil wie Stein. Nur die mächtigsten Hiebe hatten eine Wirkung.

Aber dann floß genug schwarzen Wurmblut und er verendete elendig. In seiner Höhle fand Niallia eine runde Summe Silberstücke. Auch seine Zähne sollten wertvoll sein. So nahmen wir sie.

In der Höhle fanden wir dann auch noch die Quelle des Gestanks. Zwei durch Schwerthiebe getötete Blutelfen. Scheinbar waren es Alachias Boten, denn sie besaßen ihr magisches Siegel und eine mit einem magischen Siegel verschlossene Botschaft. Ein Tagebuch zeigte, dass sie vorher noch nie außerhalb des Blutwaldes gewesen waren. Wir namen noch ein magisches Amulett und einige Münzen an uns. Das wird unsere derzeitige Auftraggeberin sicherlich interessieren, sind sie doch im Bunde mit den Blutelfen.

Dann machten wir uns wieder auf den Weg.

Alsbald am nächsten Tag, d.h. nach einer Rast, kamen wir dann auch ans Tageslicht. Das freute uns sehr, war doch nur Argai das Leben unter Tage gewöhnt. Und selbst er war dem nicht mehr zugeneigt.

Am Fluß sahen wir dann auch bald viel Rauch. Dieser wurde durch ein brennendes Fischerdorf gespeist, wie wir sofort erkundeten. Eine arme Fischerfrau kam dann auch mit der Bitte ihre Tochter zu retten auf uns zu. Die Sklavenjäger hätten das Dorf um einen Zehnten erleichtert, immer und immer wieder. Bis es diesmal nicht mehr gereicht hätte. Dann haben sie die tauglichen als Sklaven genommen und das Dorf angezündet. Schändliche Taten!

Wir stimmten natürlich zu und rieten ihnen die Stadt zu informieren. Wenn das mal gutgeht…

So wanderten wir geschwinden Schrittes den Schurken hinterher und alsbald konnten wir die Anlegestelle erkunden. 50 Schurken, bewaffnet und gefährlich, aber im Moment eher dem Rum zugetan, erwarteten uns. Zwei Schiffe – eines klein und wenig für den Krieg, ein anderes groß und behäbig für den Transport. In Letzterem vermuteten wir die Sklaven.

Wir fassten einen beherzten Plan, den wir dann in der Dunkelheit vor dem Tagesanbruch umsetzen.

Ardurial schwamm zu dem schlanken Schiff und sabotierte das Ruder, dann schlichen Ardurial und Denie an Bord des Sklaventrägers. Dort erkundeten sie die Lage. Die Sklaven waren im Bauch des Bootes und leider gut betäubt durch irgendein Mittelchen. Perfide.

Die beiden überwältigten den Wachtposten, ohne irgendeinen Laut. Dann stürmten wir gemeinsam die Kapitänskajüte. Dort waren zwei Männer. Merkwürdig, war doch ein Freundenmädchen zu dem Kapitän geführt worden?

Dann erkannten wir es – mit dem ersten Zauber: der Illusionist, den die Kopfgeldjäger suchten. Ein Kampf entbrannte, den wir schließlich für uns entscheiden konnten. Auch wenn Ardurial einem Illusionsangriff zum Opfer fiel und nicht mehr aufwachte. Aber er war noch am Leben.

Jorian steuerte dann das Schiff mit den schlafenden Sklaven an die andere Flussseite, ein gutes Stück den Fluss hinab.

Ob die Sklavenhändler uns folgen werden? Noch sind sie durch den Verlust ihres Kapitäns behindert…

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Arrcena

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