Black Thorn

Kapitel 12 - Teil 4

Auszug aus dem Tagebuch Ven'Dahlians

Bartertown – Tag der Abreise

Kurz war ich der Illusion aufgesessen, mich erwarte ein ruhiger Tag voller spannender Studien über die Geheimnisse, die unsere Welt hinter dem Schleier unserer trügerischen Wahrnehmung verbirgt.

Doch dies war nicht das Zuhause in dem ich aufwuchs. Es war nur die verblassende Erinnerung an eine sorgenfreie Zeit und ein falsches Versprechen von Sicherheit. Denn sicher bin ich dieser Tage nirgendwo mehr…

Wie versprochen erwartete uns am Morgen ein Bote am Lufthafen, um uns die alten Verse zu verraten, mit denen Lundrok die Geheimnisse seiner Butterspinnenbox entschlüsselt. Unsere Reise nach Eidolon soll wohl zwei Tage in anspruch nehmen. Zwei lange Tage, deren Zeit die anderen damit verbringen ihre Füße von den halbwegs sicheren Planken des Oberdecks zu lösen und von Bord zu springen. Freiwillig! Es ist schon erstaunlich, wie Schmerz oder gar Tod das kleinere Übel zu sein scheint, wenn man es gegen die Qual der Langeweile abwägt. Meine Gefährten danach zu befragen erscheint mir aber wenig erkenntnisreich.

Eidolon – erster Tag

Wir quartieren uns im ‘Goldenen Eber’ ein. Madralan Tanebris ist auch hier. Es sollte mich wohl überraschen, dass er sich mit einem alten Bekannten unterhielt, aber irgendwie habe ich mich wohl daran gewöhnt, dass diese ‘Bekannten’ ständig meinen Weg kreuzen. Eine Absicht dahinter wird immer wahrscheinlicher.

Eidolon – zweiter Tag

Die Informationen die wir von Tanebris erhalten sind wenig hilfreich um Licht auf die Vorgänge in Syrtis zu werfen. Er verweigert kritische Details über die Identität seiner Kontakte. Wenn er uns belügt, dann ist er gut darin. Eine Maskerade kann ich nicht feststellen. Was nichts zu heißen hat… Wir beschließen ihn zurück nach Syrtis zur intensiveren Befragung zu bringen. Der Hofstab dort hat bessere Möglichkeiten und mehr Motivation, auch die letzte Wahrheit aus ihm raus zu ‘kitzeln’. Wir werden jedoch einen kleinen Umweg nehmen.

Tanebris’ Forschung beschäftigt sich mit den aktuellen Phänomenen der Magie und der Scourge. Sein Aufenthalt in Eidolon dient wohl seiner Forschung. Er plant eine Expedition zu den Ruinen der Bibliothek von Marek. Er scheint sich sicher, zuverlässige Hinweise auf den Standort dieser verschollenen Gewölbe zu besitzen. Wenn wir dort, wie er hofft, tiefere Einblicke in das Pattern von Barsaive, die Scourge und das Magieniveau gewinnen, könnte uns das nützen.

Wir heuern einen lokalen Führer an. Eine Blutelfe namens Salubria. Für 5 Silber pro Tag soll sie uns durch die Wildnis östlich des Blutwaldes führen.

Die Expedition zur Bibliothek von Marrek

Am Ufer abgesetzt, beginnen wir uns durch die hohen Gräser und kleinen Wälder zu schlagen. Wir sind noch nicht lange unterwegs, da werden wir von einem Espagra angegriffen, der uns für Beute hält. Espragra sind drachenartige Geschöpfe, kaum größer als ein Mensch, die nichts von der Intelligenz ihrer großen Verwandten haben. Aufgrund einer Fehlentscheidung wird Georg dabei verletzt. Eine Fleischwunde, die sonst nicht tödlich ist, sich in dieser Wildnis aber leicht entzünden kann. Glücklicher Weise sorgt dir Butterspinnenbox für eine schnelle Heilung.

Wir werden verfolgt. Salubria scheint zumindest davon überzeugt zu sein. Ich beschließe mit Denie der Sache auf den Grund zu gehen.

Die Auskundschaftung verlief nicht komplikationsfrei. Man hat uns bemerkt und gejagt. Es war eine Gruppe von drei Menschen und Elfen. Ich bekam einen Pfeil in die Schulter, ehe wir entkamen. Wir wollen ihnen morgen einen Hinterhalt legen. Sie haben uns viele Fragen zu beantworten.

Der Pfeil der mich traf war magisch. Etwas passiert mit der Wunde. Meine Freunde werden sich das ansehen.

Wäre ich während der Behandlung nicht bewusstlos gewesen, hätte ich mich sicher Übergeben und das nicht nur von den Schmerzen. Eine Art magische Made wuchs in meiner Wunde heran. Wer macht sowas?! Das ist doch Widerlich! Ich hoffe nur Denie konnte alle entfernen. Es fühlt sich zumindest so an.

Der Hinterhalt verlief nicht ganz wie geplant, aber dennoch erfolgreich. Wie sich herausstellte, wurde die Gruppe zudem von einem Windling begleitet, den wir vorher nicht gesehen hatten. Der Windling konnte auch entkommen. Wir konnten die Anführerin befragen und mussten erfahren, dass Brekul hinter den Söldnern steckt. Was ich zuvor noch für einen Zeitvertreib hielt, scheint sich bei Brekul zu einer Obzession zu entwickeln. Die Anführerin Andrelia gibt uns Hinweise darauf, dass Brekul Teil eines Barsaive-umspannenden Netzwerks ist. Eine Art von loser Gemeinschaft, die zusammenarbeitet um ihre Macht in Barsaive auszubauen. Andrelia war wohl ebenfalls Mitglied, was nahelegt, dass nicht nur besonders mächtige Personen aufgenommen werden, die weniger mächtigen jedoch entbärlich sind.

Mit Brekul im Rücken führen wir einen Kampf an zwei Fronten. Vermutlich sogar drei. Ich habe den Überblick verloren… Fakt bleibt, wir müssen sie loswerden. Glücklicherweise scheint sie nicht zu Wissen, was wir in Marek suchen. Sie vermutet nur, dass es ihr dienlich ist. Zumindest soweit Andrelia es wusste.

PS: Andrelia war unzurechnungsfähig. Selbst im Angesicht des sicheren Todes hat sie uns noch verspottet, anstatt dem Versprechen auf Freilassung nachzugeben. Ist dies ein widerkehrendes Thema unter den Mitgliedern ihrer Loge? Ist dieses Verhalten vielleicht auf Beinflussung durch Horror zurück zu führen?

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Arrcena

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