Black Thorn

Kapitel 12 - Teil 1

Zurück in Syrtis

Nach der aufregenden Woche in Haven, am Rande Parlainths, führten uns die Winde, welche die Segel unseres Luftschiffes aufblähen, zu unserem erklärten Ziel: Syrtis. Oder um exakt zu sein: Cliff City, der Heimstätte des T’skrang Hauses Syrtis.

(Beschreibungen von Cliff City)

Wie ich erfuhr, waren ein paar meiner Begleiter vor einiger Zeit schonmal hier und konnten dabei irgendwie einflussreiche Freunde gewinnen. Für mich jedoch ist es das erste Mal und diese Stadt ist… anstrengend, erschöpfend, nerv-raubend,… aber auch faszinierend. Sie befindet sich an und in den Klippen des Lalai Gorge, ca. eine viertel Meile stromaufwärts vom Dragon’s Gullet am Serpent River und obwohl sie mehrere Tausend Einwohner aller namensgebenden Rassen hat, wirkt sie dennoch zuweilen verlassen. Geradezu unheimlich und ausgestorben, gemessen an den immensen Ausmaßen ihrer Hallen. Den kulturellen Schmelztiegel, dessen Anfänge noch auf eine Zeit vor der letzten Scourge datiert werden können, erkennt man sofort in der vielfältigen Architektur. Außerhalb der Gebäude findet man kaum waagerechte Oberflächen. Überall sind Rampen und Treppen, sowie mechanische und magische Plattformen, oder einfach nur Seile, die die vielen Ebenen der Stadt miteinander verbinden.

(Bericht)

Dank der einflussreichen Bekanntschaften und Taten meiner Begleiter, wird uns in Syrtis Zugang zu den kostenlosen Diensten verschiedener Tutoren gewährt. Wir nutzen dies um unsere individuellen Fähigkeiten zu trainieren, da wir zweifelsohne noch viel lernen müssen um… nun ja, unsere Probleme zu bewältigen. Vier Wochen später diskutieren wir unsere Optionen und die nächsten Schritte und legen unsere Reiseroute fest: Bartertown/Throal, Lundrok’s Heimatdorf im Servos Dschungel, Kratas, sowie Travar.

Da wir einem finanziellen Engpass entgegen steuern, wollten wir uns noch anhören, was die hiesige Geheimdienstchefin (eine der Bekannten) an Aufträgen anzubieten hat. Und dann Brach die Welt um uns zusammen. Wortwörtlich…

Der späte Abend nach dem Treffen mit der Geheimdienstchefin.

Die Gruppe sitzt zusammen um die Ereignisse des Tages zu rekapitulieren und das weitere Vorgehen zu besprechen. Ven’Dahlian läuft nachdenklich hin und her, während er zusammenfasst.

Vanto aka Ven’Dahlian: "Gut. Fassen wir zusammen: Wir treffen uns also mit dieser Bekannten von euch. Dieser T’skrang vom Geheimdienst. Neben dem Brief, den wir nach Throal bringen sollen, möchte sie auch, dass wir die kürzlichen Ereignisse am Hafen untersuchen. Dafür bekommen wir

  • 10s/Tag/Person an Spesen
  • 50s/Person wenn wir was herausfinden
  • 50s/Person wenn wir kein Blut vergießen
  • nochmal 100s vom Hafenmeister für quasi den selben Auftrag

Während Lundrok gerade auf der Latrine hockt und wir den Auftrag annehmen wollen, explodieren hinter uns gleich mehrere Stockwerke des Palastes und hinterlassen ein großes zylinderförmiges Loch, das von der dritten bis zur fünften Etage reicht. Zum Glück kamen wir mit ein paar Blessuren davon.

Wir wissen, dass:

  • Die Magie der Stadt gestört ist von dem Zauber, der Vermutlich für die Explosion/Zerstörung verantwortlich ist. Vielleicht können die königlichen Magier oder Georg hier noch mehr in Erfahrung bringen.
  • Das Ziel des Angriffs wahrscheinlich das Patternitem der Shivalahala war. Ein in etwa faustgroßes Obsidianei. Es befand sich in der zerstörten fünften Etage in einem gut bewachten Bereich, zu dem niemand Zutritt haben sollte.

Es ist aber nicht auszuschließen, dass der Angriff ebenso noch anderen Zwecken diente. Die Shivalahala selbst wurde glücklicher Weise nicht verletzt, da ihre Gemächer in der (noch) intakten sechsten Etage liegen, wenn auch direkt oberhalb der Explosion. Es ist demnach nicht auszuschließen, dass sie einfach nur Glück hatte und die Zerstörung vielleicht geringer ausfiel, als angedacht war.

Nicht so viel Glück hatten der Nevill, der Handelsminister und Sandro, der Bildungsminister, die ihre Räume dort hatten wo wir das Zentrum der Explosion vermuten. Desweiteren arbeiten in den zerstörten Bereichen noch viele andere hochrangige Mitglieder von Syrtis, deren Zustand teilweise noch Ungewiss ist.

Wir haben uns die Besucherlisten der 3 Eingänge aushändigen lassen." Deutet auf 3 Stapel Papiere mit jeweils ca. 10 Seiten. "Hier werden alle Personen aufgeführt, die die letzten 3 Tage den Palast betreten haben mit Namen, Zeit, Zweck und Dauer. Da externe Personen innerhalb des Palastes eskortiert werden, sind Falschangaben erschwert. Wie wir uns jedoch einig sind, erfordert es kein überwältigendes magisches Talent um die Wachen zu täuschen. Vor allem wenn man einen Zauber zustande bringen kann, der so viel Zerstörung anrichtet. Dennoch konnten wir zumindest eine ungewöhnliche Sache feststellen, nämlich dass der königliche Historiker Mandralan Tanebris, 2. Grades im 4. Stock, bis zu 15 Besucher jeden Tag empfing. Die meisten waren Gesandte von Throal. Vielleicht hat das damit nichts zu tun, vielleicht doch.

Wenn wir den Schuldigen finden und das Patternitem zurück bringen, erhalten wir:

  • 10.000 SM
  • lebenslangen und kostenlosen Zugang zu den hiesigen Lehrmeistern
  • und werden zu Mitgliedern des “Ordens des Drachen” gekürt, was uns in den Adelsstand von Syrtis anhebt

Während der Aufräumarbeiten haben wir uns erstmal um die Geschichte am Hafen gekümmert, da wir nicht ausschließen können, dass die beiden Vorfälle nichts miteinander zu tun haben und nach dem was wir erfahren haben, glaube ich das auch nicht mehr. Wir haben herausgefunden, dass:

  • sich ein T’skrang mit gelben Kamm am Hafen rum treibt, sowie ein kleiner Junge, von denen wir aktuell ausgehen, dass es sich in beiden Fällen um den Journeyman Illusionisten des Hauses Satya handelt (mit blauen Kamm), den wir versehentlich töteten" schaut anklagend zu Lundrok "…und dessen nethermantisches Verhör wir später beiwohnen können
  • der Saboteur den Bau neuer Schiffe am Hafen behindert hat, deren Auftraggeber vor allem das Haus Maratha und V’strimon sind. Zu den Häusern komme ich gleich nochmal.
  • die militärische Flotte von Syrtis insgesamt eher Schwach ist
  • die Sabotage einen großen politischen, sowie wirtschaftlichen Schaden für Syrtis darstellt
  • der Illusionist einen Hafenarbeiter-Spind im Hafen hat, den er besuchte, aber sicher nicht zum Umkleiden brauchte, was darauf hindeuten könnte, dass er über diesen Spind vielleicht Anweisungen erhielt

So. Kommen wir nun zu den politischen Fraktionen und damit auch zu den möglichen Motiven und Auftraggebern für beide Vorfälle.

Das Haus Syrtis ist aktuell mit dem Haus V’strimon und dem Elfenrat verbündet um die schwache militärische Flotte aufzustocken und somit besser gegen eine mögliche Bedrohung durch das Haus Ishkarat, aber auch K’tenshin gewappnet zu sein. Zusammen mit der ewigwährenden Bedrohung durch die Theraner, bildet das also die makropolitische Landschaft.

Syrtis selbst spaltet sich aber nochmals in acht Adelshäuser, die sich in vier größere politische Fraktionen einordnen lassen: blau, grün, silber und gold.

Blau und grün sind der Shivalahala treu ergeben und unterstützen ihre makropolitischen Ambitionen mit dem Haus V’strimon. Darüber hinaus unterstützen die blauen die Diplomatie zu den Elfen und die grünen zu Throal.

Silber bildet hierbei die Opposition und versucht Beziehungen mit den Theraner aufzubauen um ihre schwindende politische Macht zurück zu gewinnen. Ich glaube das Adelshaus Satya, dem unser toter Illusionist angehört, fällt in diese politische Fraktion. Es wäre durchaus naheliegend, dass ein Theraner für den magischen Angriff im Palast verantwortlich ist. Der Verlust des Patternitems gefährdet die Shivalahala enorm und der politische Schaden durch die Sabotage an den Werften, bringt vor allem die blaue und grüne Fraktion in Misskredit, da sie die herrschenden Kasten sind.

Bleibt noch die goldene Fraktion. Angeführt von dem ausgestoßenen Adelshaus Maratha besteht sie vor allem aus deren politischen Flüchtlingen, sowie unzufriedenen Bürgern der Stadt. Es heißt, die fangen an sich zu bewaffnen und wollen politischen Einfluss wenn nötig auch mit Gewalt erringen.

Das müsste abschließen, was wir bisher herausgefunden haben.

Abgesehen von den jüngsten Ereignissen, die vermutlich nichts damit zu tun haben. Da wäre das Auftauchen von Denies Ring und der implizierten Anwesenheit von Brekul oder ihren Handlangern, die Verbannung Jorians aus allen Lebensfelsen mit dem Abschiedsgeschenk, dass die Horrors wohl Pläne und Ränke schmieden um den Abfall der Magie zu verhindern, sowie die Erkenntnis, dass Georg das Patternitem der Nekromantin gegen sie verwenden könnte."

Der Monolog kommt zum Ende, als Ven’dahlian tief durchatmet und sich müde die Schläfen reibt. Dann schaut er fragend einen nach dem anderen an:

“Also, wie geht’s jetzt weiter?”

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Arrcena

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